DL3BC
What's new? | Was ist neu?
- 5. Kraichgauer FM Session am 28.12.2011
- Oscar, die fliegende Blechdose
- Funkamateure in den USA auf Rekordhöhe: Über 700.000
- Streit um Antenne: Osnabrücker Nachbarn finden keine gemeinsame Wellenlänge
- 1.000 Euro für den Amateurfunk-Nachwuchs
- Auf dem Markt der alten großen Jungs
- neue Antenne für Kurzwelle
- Notfunk ist auch heute noch wichtig
- DARC UKW-QRP-Wettbewerb 2./3. April 2011
- Der Hans auf Kanal 32
Neues aus der Community "Amateurfunk - Brücke zur Welt"
Amateurfunk - Brücke zur Welt powered by Instant Communities
Counter
visitors since 2009-08-01
Bastelprojekt: Maßband-Dipol
Mir schwebte schon länger vor, für Portabel-Zwecke einen Kurzwellen-Dipol aus zwei Stahlbandmaßen zu bauen. Ideal erschien mit die Idee, die benötigte Länge auszurechnen und dann einfach per Maßbandskala einzustellen. Außerdem hätte man so eine recht kompakte Einheit für den Rucksacktransport.
Bislang ist es jedoch an geeigneten Maßbändern gescheitert, denn die Antenne sollte noch im 80m-Band nutzbar sein. Somit bräuchte man 2 Maßbänder á 20m Länge. Bei einem Baumarktbesuch habe ich sie nun entdeckt: 20m lang und 1cm breit (viele der längeren Maßbänder sind breiter und damit schwerer und unhandlicher).
Ein verregneter Nachmittag reichte, um daraus einen Portabel-Dipol zu bauen. Dabei ging's hauptsächlich um die Einspeisung. Diese sollte nicht auf der Rollenseite erfolgen, weil dies elektromechanisch nur sehr schwer zu realisieren gewesen wäre. Vielmehr sollte sie sozusagen an den Nullpunkten der Maße erfolgen. Die je nach Frequenz nicht benötigten aufgerollten Meter Maßband spielen ja für die Resonanz keine Rolle (das stimmt nicht ganz: sie wirken, wie Endkapazitäten, ein wenig mechanisch verkürzend bzw. elektrisch verlängernd).
Hier meine Skizze dazu:
Das Endprodukt ist dann auch recht ähnlich geworden ;-)

Mittelteil

Detail der Speisung

gesamte Antenne

Rückseite des Mittelteils mit Aufnahme für das oberste Segment meines GFK-Masts

Mittelteil demontiert
Die Speisung erfolgt nicht über einen Balun, sondern über eine Mantelwellensperre nach HB9ABX. Dazu habe ich insgesamt 12 Windungen RG174 über einen Ringkern FT140-43 gewickelt, jeweils 6 Windungen in gegensätzlichem Wickelsinn, was gemäß HB9ABX besonders kapazitätsarm sein soll. Man hätte auch 2x 5 Windungen RG58 nehmen können (der Kern ist groß genug), aber das hatte ich gerade nicht zur Hand - genausowenig wie einen kleineren Kern des selben Materials.
Technische Daten:
- Länge: max. 40m (2x 20m)
- Gesamtgewicht: 970g (Mittelteil und beide Maßbänder)
- Speisung: koaxial, 50 Ohm (PL-Stecker)
- Anpassung Koaxialkabel - Symmetrische Antenne: Mantelwellensperre nach HB9ABX
- Belastbarkeit: 100W CW (nach HB9ABX aufgrund des verwendeten Kabels RG174 für die Mantelwellensperre)
- reine Schönwetter-Antenne, da keinerlei Feuchtigkeitsschutz vorhanden!
Am nächsten Tag war das Wetter besser. So konnte gleich die praktische Erprobung "im Feld" (fast wörtlich zu nehmen) erfolgen: siehe
Blog-Eintrag vom 25.07.2010.



![[klicken für Vergößerung]](/sites/default/files/blog_2010-07-24_00a_inverted-v_tn450.jpg)